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Sparfuchsblog – ALDI Expressi Kaffeemaschine

Bei Schawenzl.de ist heute Kaffee angesagt. Nur nicht zum dampfen, nein heute auch zum trinken. Deshalb haben wir euch auch gleich ein super Angebot rausgesucht das gut zu diesem Thema passt: Unter http://www.sparfuchsblog.de/2013/10/aldi-expressi-kaffeemaschine-kaffeekapseln.html findet ihr eine genaue Übersicht über den Preis sowie noch ein nettes kleines Video.

Viel Spaß beim Kaffee-Liquid dampfen und beim Expressi trinken…

Offener Brief an Dr. Sommer

Offener Brief an Frau Dr. Sommer

Unser Interview mit Frau Dr. Sommer hat einen Schawenzl-Blog-Leser (Zillatron) dazu bewegt einen offenen Brief an Frau Dr. Sommer zu verfassen, den wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten:

Guten Tag, Frau Dr. Sommer!

Ich schreibe Ihnen anläßlich Ihres Interviews http://blog.schawenzl.de/die-elektronisc…ette-interview/ und kann Ihnen versichern, dass ich alle Mails aus eigenem Antrieb schreibe und – außer als Kunde – keinerlei Beziehung zu Händlern oder Herstellern von e-Zigaretten habe. Darüberhinaus habe ich keinerei Kenntnis von irgendwelchen Kampagnen, die von Händlern oder Herstellern gesteuert würden. Soweit ich weiß, sind alle Mails, die Sie erhalten, Ausdruck echter Besorgnis realer Bürger.

Ich möchte Ihnen jetzt die Entwicklung aus meiner Sicht schildern, damit Sie die Panik, die viele von uns im Griff hält und motiviert, nachvollziehen können. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, auch wenn es etwas umfangreich wird.

Für mich begann es Ende 2011, als in den Medien immer wieder Frau Steffens aus NRW auftauchte und unterstützt von Frau Dr. Pötschke-Langer allen möglichen – in meinen Augen – offensichtlich übertriebenen Blödsinn erzählten. Da dachte ich noch, bald kämen richtige Wissenschaftler mit Fakten, die objektiv klingen und mir nachvollziehbar erscheinen. Doch diese Hexenjagd ging ungehindert weiter. Selbst die Wissenschaftssendung “nano” verbreitete den Quatsch kritiklos. Da begann ich mich im Internet umzusehen und fand meinen Verdacht bestätigt.

Vorher wußte ich zwar, dass es sowas wie eine e-Zigarette gibt, dachte aber, das sei nur ein weiteres nutzloses Produkt zur Rauchentwöhnung. Die begeisterten Berichte von Nutzern in den Foren zeigten mir, dass ich mich hier vermutlich geirrt habe. Da ich aber grundsätzlich skeptisch bin, habe ich erstmal bei einem Tabakladen um die Ecke so ein Einwegteil geholt, um auszuprobieren, ob das auch etwas für mich sein könnte – in dem Bewusstsein, dass erst die “richtigen” e-Zigaretten die volle Bandbreite des möglichen Genusses bieten. Aber mir ging’s ja ums Prinzip. Es hat funktioniert – ganz anders als die teuren Nikotinpflaster, die ich vor Jahren ernsthaft probierte – und ich begann, meinen Zigarettenkonsum zu reduzieren und immer mehr durch eine richtige e-Zigarette zu ersetzen. Bis meine alten Vorräte verbraucht waren. Seitdem habe ich mir keine Zigaretten mehr gekauft.

Derweil wütete immer noch Frau Steffens in NRW. Einige kleine Händler wurden widerrechtlich ihrer Existenzgrundlage beraubt. Die Hetzkampagne dauerte an. Gerichtliche Rügen ließen sie offensichtlich unbeeindruckt. Und Dr. Pötschke-Langer verbreitete weiterhin ungehindert ihre haltlosen Vermutungen.

Erst verfolgte ich das Geschehen mit ungläubigem Staunen, dann begann ich mich zu engagieren: abgeordnetenwatch.de . Da hegte ich noch die Hoffnung, dass auf der EU-Ebene weitgehend der Verstand regiert und solch blinder Fanatismus höchstens eine unbedeutende Randerscheinung ist. Eine Stimme der Vernunft ( http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-57…31.html#q330431 ) nährte diese Hoffnung.

Es wurde ruhiger und Frau Pötschke-Langer wurde zum Hintergrundrauschen. Ich dachte, vermutlich sei das Thema für die Presse einfach nicht interessant genug, da ja nur relativ wenige betroffen waren. Wozu also recherchieren. Promiskandälchen und Katastrophen geben fettere Schlagzeilen. Wer braucht schon kritischen Journalismus …

Der, mit verhaltener Hoffung auf eine sinnvolle Regulierung, die solche unbelehrbaren Fanatiker wie Frau Steffens in ihre Schranken verweisen möge, erwartete Entwurf der Richtlinie kam schließlich. Und mit ihm ungläubiges Entsetzen und Panik.

Erst langsam wurde mir klar, dass Frau Dr. Pötschke-Langer, die ich bis dahin nur für eine armselige, aufmerksamkeitheischende wissenschaftliche Witzfigur hielt, offenbar maßgeblich an dem Entwurf beteilgt war.

Dann hatten wir, trotz eines mulmigen Gefühls, noch die vage Hoffnung, dass bei der Expertenanhörung am 25.2. wenigstens ein paar richtige Wissenschaftler zu Wort kämen und die Abgeordneten mit objektiven, gut belegten Fakten versorgen würden, die die Grundlagen des Entwurfs als das entlarven würden, was sie sind: Ideologisch geprägte, wissenschaftlich unhaltbare Vermutungen.

Es ist Ihre Antwort auf meine Frage http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-90…67.html#q369267 – die erste klare Aussage von einen EU-Politiker überhaupt! -, die uns klar machte, wie vergeblich diese Hoffnung war und wie berechtigt unsere Panik. Alle Antworten vorher und sehr viele danach bestanden nur aus frustrierenden, nichtssagenden Floskeln, die uns wohl beruhigen sollen, aber nur das Gefühl ohnmächtiger Verzweiflung mehren. Als würde man einen tauben, gefühllosen Riesen anschreien und mit Wattebällchen bewerfen, um seine Aufwerksamkeit zu erringen, nur um wie eine lästige Fliege weggewedelt zu werden.

Lediglich ihre klare Ablehnung der unsinnigen Richtlinie gab uns den Mut, verstärkt weiterzumachen und nach weiteren Spuren intelligenten Lebens in Brüssel zu suchen. Ihre Anwort fand sehr viel Beachtung z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=2qCZ4mEyNZc , wie Sie an der – für Abgeordnetenwatch wohl einmaligen – Anzahl an Empfehlungen sehen können.

Sie wurden dadurch zu einem ersten Licht in der Dunkelheit und zum Hoffnungsträger für viele Dampfer.

Ich hoffe, Sie können jetzt besser nachvollziehen, wo diese Mails ihren Ursprung haben. Und bitte denken Sie daran, dass wir nur eine ganz kleine Minderheit sind. Wir sind lediglich zu stur, den aussichtslosen Kampf gegen die übermächtigen Brüssler Windmühlen aufzugeben. Wenn wir schon untergehen, dann mit dem Wissen, es wenigstens versucht zu haben.

Falls Sie Fragen haben, stehe ich Ihnen oder ihren Mitarbeitern natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Wir planen ein weiteres Interview mit Frau Dr. Sommer und hoffen, dass Sie auf die aufgeworfenen Fragen eingehen wird. Wir sind gespannt…

Mindereinnahmen durch Tabaksteuer

Tabaksteuer bringt so wenig Einnahmen wie lange nicht mehr…

Einnahmen durch die Tabaksteuer gehen stark zurückVielleicht ist dies ja auch ein Grund für den Versuch die elektrische Zigarette ebenfalls der Steuer zu unterwerfen.

Im ersten Quartal 2013 wurden in der Bundesrepublik Deutschland lediglich 17 Milliarden Zigaretten versteuert – so wenig wie lange nicht mehr.

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden wurden im ersten Quartal 2013 17 Mrd. Zigaretten versteuert und damit rund 6,8% weniger als noch im ersten Quartal 2012. Seit der Wiedervereinigung war die Zahl der versteuerten Zigaretten in einem ersten Quartal noch nie so gering.

Der Grund für den Rückgang der versteuerten Zigaretten ist jedoch nicht sicher. Der Rückgang kann sowohl an einem Rückgang des Konsums als auch an einem aufblühen des Tabak-Schmuggels liegen.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG, die im Auftrag von Philip Morris angefertigt wurde, war im Jahr 2013 mehr als jede zehnte in Deutschland gerauchte Zigarette geschmuggelt oder gefälscht. Der exakte Anteil lag laut KPMG bei 11,1 Prozent. Hierzu kommen noch mal so viele im Ausland legal erworbene Tabakwaren. Gerade Raucher die in Grenznähe zu östlichen Nachbarländern leben, decken sich häufig dort mit Zigaretten ein. Abschließend schätzt KPMG, dass mehr als jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette nicht in Deutschland versteuert wird.
Somit gehen dem Staat jährlich in etwa 4 Mrd. €  Tabaksteuer durch die Lappen.

Ob die Steuererhöhung auf Tabakprodukte, die am Anfang des Jahres erhoben wurde sinnvoll ist oder nicht, ist somit im Hinblick auf die Einnahmen stark umstritten.

Der Preis für eine Zigarette stieg von 24,19 Cent auf 24,5 Cent.
Der Anteil an Tabaksteuer an einer Zigarette liegt somit inzwischen bei 61,9% je Zigarette (ca. 15 Cent je Zigarette).
Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer. Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) spricht davon, dass bei einer Packung Zigaretten (19 Stück), mit einem Verkaufspreis von 5€, 73,6 Prozent (ALSO SAGE UND SCHREIBE 3,68€) an den Staat fließen und lediglich 1,32€ auf den Hersteller und die Händler entfallen.

Eine hübsche Summe, wenn man daran denkt, dass der Preis einer Schachtel Zigaretten noch im Jahr 2002 bei 3€ lag. Heute verdient alleine der Staat schon mehr an jeder einzelnen Schachtel Zigaretten.

Dennoch gingen die staatlichen Einnahmen durch die Tabaksteuer im vergleich zum Vorjahr um 1,9% auf 2,26Mrd. zurück.

Vielleicht stellt dies ja auch einen Grund für das Vorgehen gegen die elektrische Zigarette dar.

Irgendwie müssen die Mindereinnahmen schließlich kompensiert werden und da würde es doch sehr nahe liegen, die elektrische Zigarette einfach ebenfalls der Steuer zu unterwerfen, obwohl diese mit Tabak nun wirklich gar nichts  zu tun hat.
Bis auf die Bezeichnung e-Zigarette oder auch elektrische Zigarette hat diese mit der herkömmlichen Tabak-Zigarette nun wirklich nichts gemein. Es wird kein Tabak verbrannt, ja noch nicht einmal Tabak für die Herstellung der Liquids (Flüssigkeit die in der e-Zigarette verdampft wird) verwendet.

Warum gibt es denn bisher keine Steuer auf Nikotinkaugummis oder Nikotin-Inhalatoren?

Vielleicht sind diese ja einfach nicht populär genug und stellen keine wirkliche Konkurrenz zur Zigarette dar…

Wirken Sie mit an einer Studie zur e-Zigarette

Studie zur e-Zigarette – Beteiligung ist gefragt…

Dr Farsalinos vom Onassis Herzchirurgie-Zentrum, dessen Interview zur elektrischen Zigarette sich ebenfalls auf unserem Blog findet, ist dabei eine neue Studie zur e-Zigarette mit dem Thema „Charakteristika, Rauchverhalten (Dampfverhalten) und Erkenntnisse von Nutzern der elektrischen Zigarette – Eine Internetstudie“ durchzuführen.

Ziel des Forschungsprojekts ist es verschiedene Merkmale zum Thema elektrische Zigarette herauszuarbeiten und zu verstehen. Es geht unter anderem darum die Art wie e-Zigaretten genutzt werden, deren Effizienz hinsichtlich Reduzierung oder Einstellung des Zigarettenkonsums und mögliche Unfälle, die durch die elektronische Zigarette verursacht werden könnten, herauszuarbeiten.

Wir haben selbst an der Studie teilgenommen und möchten auch andere bitten, sich an der Studie zu beteiligen. Denn auch bei diese Studie ist umso aussagekräftiger, je mehr Probanden daran teilnehmen. Die Teilnahme ist ganz einfach, man muss sich lediglich ein paar Minuten Zeit nehmen und 45 Fragen zum Thema Rauchen und Dampfen beantworten.

Als kleine Hilfestellung haben wir hier eine Liste von Tabak-Marken und dem Nikotingehalt, da dies bei Frage 10 abgefragt wird und die meisten das wohl nicht mehr wissen ;)

  • Benson & Hedges – 0,9
  • Camel – 0,9
  • Davidoff Classic – 0,9
  • Dunhill – 1,1
  • Ernte 23 – 0,8
  • F6 – 0,9
  • Gauloises Blondes – 0,9
  • Gauloises Blondes Legeres – 0,6
  • HB – 0,9
  • John Player Special – 0,9
  • L+M – 0,9
  • Lord Extra – 0,6
  • Lucky Strike – 0,9
  • Marlboro – 0,9
  • Marlboro Light – 0,5
  • Nil – 0,8
  • Pall Mall – 0,9
  • Philip Morris Light – 0,4
  • R6 – 0,9

Teilnehmer sollten mind. 18 Jahre als sein und die Einverständniserklärung gelesen haben, sowie den Nutzungsbedinungen von „Survey Monkey“ vor der Teilnahme zugestimmt haben. Survey Monkey ist eine Eingabemaske, die verwendet wird um die Umfrage durchzuführen. Die Teilnahme an der Studie ist natürlich absolut freiwillig und anonym. Fragen können direkt an Herrn Dr. Farsalinos adressiert werden, dessen Telefonnummer und E-Mail Adresse auch auf der Startseite der Studie zu finden sind. Ach ja, am Ende der Studie muss man seine E-Mail Adresse eingeben, dies dient dem Zweck doppel-Teilnahmen zu verhindern und Antworten mit eventuellen späteren Antworten zu anderen Umfragen zu vergleichen… Für alle die an der Studie Teilnehmen möchten und das Forschungsprojekt unterstützen, geht es hier direkt zur Studie:
Studie zur e-Zigarette

Gericht verbietet e-Zigarette auf Schulgelände

Das Rauchverbot auf dem Schulgelände umfasst auch die e-Zigarette

Ein etwas ungewöhnlicher Rechtsstreit um die e-Zigarette beschäftigte kürzlich das Verwaltungsgericht in Gießen. Ein Marburger Lehrer wollte sich per Klage gegen ein Verbot seines Schulleiters wehren. Der Schulleiter hatte dem Lehrer untersagt, seine e-Zigarette auf dem Schulhof zu dampfen, da dies seiner Auffassung nach gegen das Nichtrauchergesetz sowie das Schulgesetz verstöße. Der Lehrer war hingegen der Meinung, dass seine eZigarette von beiden Gesetzen nicht betroffen sei.

Anmerkung: Nun gabe es auch bei Schawenzl.de heftige Diskussionen, wer denn nun Recht bekommen sollte, da die e-Zigarette unserer Meinung nach zwar nicht unter das Nichtrauchergesetz fällt, Lehrer jedoch eine Vorbildfunktion gegenüber den Schülern haben sollten und wir es aus diesem Grund auch nicht gut finden, wenn auf dem Schulhof geraucht wird (Auch wenn in Wahrheit nur gedampft wird, sieht es für die Schüler wohl doch so aus, als würde der Lehrer rauchen).

Das Verwaltungsgericht Gießen fällte nun aber schlussendlich seine Entscheidung gegen den Lehrer und wies die Klage ab. Das Urteil stützte sich hauptsächlich auf das Hessische Schulgesetz.

“Das Rauchverbot im Schulgebäude und auf dem Schulgelände gilt auch für E-Zigaretten.”

Das Hessische Schulgesetz untersagt das Rauchen sowohl in der Schule als auch auf dem Schulgelände. Aus diesem Grund interpretierte das Gericht, dass “Rauchen” im Sinne dieser Vorschrift auch das Inhalieren einer e-Zigarette einschließt. Denn dadurch das die Vorschrift nicht nur geschlossene Räume, sondern auch das offene Schulgelände einbezieht, ergibt sich nach Meinung des Gerichts, dass es nicht nur um den Nichtraucherschutz vor dem Passivrauchen gehe, sondern vielmehr darum, Prävention vor risikobehaftetem Verhalten zu leisten.

Anmerkung: Wer kennt sie nicht, die gute alter Raucherecke in der Schule, in der man sich heimlich in der kleinen Pause zum rauchen traf. Vielleicht werden dort ja jetzt auch ab und an Lehrer mit e-Zigarette aufgenommen…Einfach mal freundlich fragen… ;o)

Ganz leer ging der Lehrer jedoch nicht aus. Sein Schulleiter wollte auch das Zeigen der e-Zigarette auf dem Schulgebäude untersagen, was jedoch vom Gericht zurückgewiesen wurde. Das bloße Zeigen der e-Zigarette kann nach Auffassung des Gerichts nicht verboten werden.

Anmerkung: Wir hoffen es muss jetzt niemand Nachsitzen, aber vielleicht ist es für alle Beteiligten am Besten, wenn das Schulgeländer zum Dampfen einfach kurz verlassen wird. .