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Mindereinnahmen durch Tabaksteuer

Tabaksteuer bringt so wenig Einnahmen wie lange nicht mehr…

Einnahmen durch die Tabaksteuer gehen stark zurückVielleicht ist dies ja auch ein Grund für den Versuch die elektrische Zigarette ebenfalls der Steuer zu unterwerfen.

Im ersten Quartal 2013 wurden in der Bundesrepublik Deutschland lediglich 17 Milliarden Zigaretten versteuert – so wenig wie lange nicht mehr.

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden wurden im ersten Quartal 2013 17 Mrd. Zigaretten versteuert und damit rund 6,8% weniger als noch im ersten Quartal 2012. Seit der Wiedervereinigung war die Zahl der versteuerten Zigaretten in einem ersten Quartal noch nie so gering.

Der Grund für den Rückgang der versteuerten Zigaretten ist jedoch nicht sicher. Der Rückgang kann sowohl an einem Rückgang des Konsums als auch an einem aufblühen des Tabak-Schmuggels liegen.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG, die im Auftrag von Philip Morris angefertigt wurde, war im Jahr 2013 mehr als jede zehnte in Deutschland gerauchte Zigarette geschmuggelt oder gefälscht. Der exakte Anteil lag laut KPMG bei 11,1 Prozent. Hierzu kommen noch mal so viele im Ausland legal erworbene Tabakwaren. Gerade Raucher die in Grenznähe zu östlichen Nachbarländern leben, decken sich häufig dort mit Zigaretten ein. Abschließend schätzt KPMG, dass mehr als jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette nicht in Deutschland versteuert wird.
Somit gehen dem Staat jährlich in etwa 4 Mrd. €  Tabaksteuer durch die Lappen.

Ob die Steuererhöhung auf Tabakprodukte, die am Anfang des Jahres erhoben wurde sinnvoll ist oder nicht, ist somit im Hinblick auf die Einnahmen stark umstritten.

Der Preis für eine Zigarette stieg von 24,19 Cent auf 24,5 Cent.
Der Anteil an Tabaksteuer an einer Zigarette liegt somit inzwischen bei 61,9% je Zigarette (ca. 15 Cent je Zigarette).
Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer. Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) spricht davon, dass bei einer Packung Zigaretten (19 Stück), mit einem Verkaufspreis von 5€, 73,6 Prozent (ALSO SAGE UND SCHREIBE 3,68€) an den Staat fließen und lediglich 1,32€ auf den Hersteller und die Händler entfallen.

Eine hübsche Summe, wenn man daran denkt, dass der Preis einer Schachtel Zigaretten noch im Jahr 2002 bei 3€ lag. Heute verdient alleine der Staat schon mehr an jeder einzelnen Schachtel Zigaretten.

Dennoch gingen die staatlichen Einnahmen durch die Tabaksteuer im vergleich zum Vorjahr um 1,9% auf 2,26Mrd. zurück.

Vielleicht stellt dies ja auch einen Grund für das Vorgehen gegen die elektrische Zigarette dar.

Irgendwie müssen die Mindereinnahmen schließlich kompensiert werden und da würde es doch sehr nahe liegen, die elektrische Zigarette einfach ebenfalls der Steuer zu unterwerfen, obwohl diese mit Tabak nun wirklich gar nichts  zu tun hat.
Bis auf die Bezeichnung e-Zigarette oder auch elektrische Zigarette hat diese mit der herkömmlichen Tabak-Zigarette nun wirklich nichts gemein. Es wird kein Tabak verbrannt, ja noch nicht einmal Tabak für die Herstellung der Liquids (Flüssigkeit die in der e-Zigarette verdampft wird) verwendet.

Warum gibt es denn bisher keine Steuer auf Nikotinkaugummis oder Nikotin-Inhalatoren?

Vielleicht sind diese ja einfach nicht populär genug und stellen keine wirkliche Konkurrenz zur Zigarette dar…