ZIS-Studie über e-Zigaretten in Deutschland

Studie über e-Zigaretten in Deutschland

In der aktuellen Ausgabe der wissenschaftlichen Fachzeitschrift European Addiction Research (Vol. 23, Juli 2017) wurden von Wissenschaftlern des Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung ZIS der Universität Hamburg die Ergebnisse einer Studie über e-Zigaretten in Deutschland veröffentlicht.

Dabei wurde 3.320 deutsche Nutzer online zu ihrem Verhaltensmuster, den Motiven und der wahrgenommenen Verbesserung der Gesundheit befragt. Von den Teilnehmern waren 91,5% ehemalige Raucher, während 7,5% neben der e-Zigarette weiterhin Tabakprodukte nutzen und nur 1% vorher nie geraucht haben. Bei den erstgenannten 99% der Teilnehmer, war der durchschnittliche Nutzer männlich, ca. 40 Jahre alt und hatte 22 Jahre lang ca. 26 Zigaretten täglich geraucht. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen mit dem Rauchen aufzuhören, blickten die Teilnehmer zum Zeitpunkt der Studie (2015) durchschnittlich auf zwei Jahre Erfahrung als Dampfer zurück. Die meisten Ex-Raucher konsumierten Liquid  mit niedrigem Nikotingehalt und haben das Dampfen zu ihrem Hobby gemacht. Wer gleichzeitig raucht, dampfte meist auch mit höherem Nikotingehalt und nutzte die e-Zigarette gerne um ein vorhandenes Rauchverbot zu umgehen. Und wer vor dem Dampfen nie geraucht hat, war im Durchschnitt 5 Jahre jünger, nutzte Liquid ohne Nikotin oder Tabakgeschmack und wies keine körperliche Abhängigkeit auf. Die Studie kommt damit zu dem Schluss, dass e-Zigaretten hauptsächlich als Alternative zum Rauchen herkömmlicher Tabakzigaretten genutzt werden. Ein Umstieg auf e-Zigaretten erfolgte meist innerhalb weniger Tage.

 

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) schreibt über die Untersuchung, dass 98% der ehemaligen Raucher von gesundheitlichen Verbesserungen seit dem Umstieg auf die e-Zigarette berichtet haben. Neben einem allgemein besseren Wohlbefinden, hat sich die Kondition verbessert und das typische Husten ist weniger geworden oder ganz verschwunden. Von den Dampfern die weiterhin Tabakprodukte nutzen, bestätigten immerhin rund 60% eine Verbesserung des gesundheitlichen Befinden. Zudem wird von den Dampfern positiv erwähnt, dass sich der Geruchs- und Geschmackssinn verbessert habe, den Mitmenschen weniger Schaden zugefügt wird und eine erhebliche Ersparnis erzielt wird.

 

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Studie gefördert, dort findet man daher auch den kompletten Abschlussbericht.

Beim Deutschen Krebsforschungszentrum gibt es eine kompakte Präsentation der Ergebnisse.

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